Zahl der Superreichen in Deutschland kräftig gestiegen
Carsten Roschig | Keine Kommentare25.06.2026
Mit „Ultra High Net Worth Individuals“ werden in der Finanzsprache Menschen bezeichnet, die
über mehr als 100 Millionen US-Dollar verfügen, zumindest nach der Definition des
Beratungsunternehmens BCG. Immobilien sind dabei außen vor, es zählen lediglich Finanzwerte
wie Aktien und Fondsanteile, Bar- und Kontoguthaben, Schuldverschreibungen und Pensionen.
Das Vermögen muss die 100-Millionen-Grenze pro Kopf überschreiten, um zum erlesenen Kreis
der Superreichen zu gehören, ein Familienbesitz in dieser Höhe reicht nicht aus. Trotz dieser
hohen Hürden zählen in Deutschland laut „BCG Global Wealth Report“ mittlerweile rund 5.000
Menschen dazu, ein Zuwachs von 1.100 gegenüber dem Vorjahr. Die Superreichen verfügen über
27,3 Prozent des gesamten deutschen Finanzvermögens.
Dieses beträgt rund 12,4 Billionen US-Dollar, womit Deutschland weltweit an vierter Stelle
rangiert, nach den USA (147 Billionen), China (41,5 Billionen) und Japan (15,6 Billionen). Als eher
vorsichtige Anleger halten die Bundesbürger allerdings vergleichsweise wenige Aktien und
setzen eher auf Sachwerte wie Immobilien oder Edelmetalle. Deren Gesamtwert taxiert BCG auf
13,4 Billionen US-Dollar, womit sie mehr als die Hälfte des deutschen Vermögens ausmachen.
